Konnichiwa!

I’m sure you’ve seen #positivevibes in lots of Instagram posts, tweets and maybe even in real life in our daily language. You might have heard some trendy bloggers using it with a huge fake smile shouting “HASHTAG POSITIVE VIIIBES”.
If not – you lucky gal. /Guy.

Du hast sicher schon ein paar #positivevibes in einer Menge Instagram-Posts oder Tweets zu Gesicht bekommen oder auch im Sprachalltag gehört. Vielleicht hast du schon die ein oder andere trendige Bloggerin mit einem riesigen fake Grinsen “HASHTAG POSITIVE VIIIBES” rufen gehört.
Wenn nicht – du Glückliche/r.

So, you might be either the one, who thinks “What’s wrong with positive vibes, girl? What the heck is your problem?”. Or you might think: “OMG you don’t need to say anything, this hashtag is so annoying!!”
Or you’re just curious.

To be honest, I like positive vibes. Seriously, who doesn’t?
However, I feel like these two words are used in a very wrong way very often, what makes them so annoying for many.

Du denkst dir wahrscheinlich entweder: “Was ist so schlimm an positive vibes, girl? Was zur Hölle ist dein Problem?”. Oder du denkst: “OMG du brauchst nichts weiter zu sagen, dieser Hashtag ist so nervig!!”
Oder du bist einfach neugierig.

Ehrlich gesagt mag ich positive vibes. Ernsthaft – wer nicht?
Allerdings habe ich das Gefühl, dass diese 2 Wörter sehr oft sehr falsch benutzt werden, was sie für viele so nervig macht.

A typical Monday Morning

/ Ein typischer Montagmorgen

It’s Monday and you’re just tired and all you want right now, is going back to your cozy bed.
You love your job/your studies (or not), but sometimes you’re tired. You’re human, after all.

So, when you somehow get to your job/school, you brew your coffee/tea/iced matcha latte with your typical Monday face. It’s just your Monday face – it doesn’t mean, that you hate everyone (except from the people in the underground, who bumped against you and didn’t see the need to say sorry, because, well, it’s Monday). It’s just one grumpy version of yourself, who still needs the caffeine to get more energised.
Also, in tired mornings, your ears are very sensitive. Loud noises? Nah-uh. Loud voices? No go!

Es ist Montag, du bist müde und alles, was du willst, ist dich wieder in dein kuscheliges Bett fallen zu lassen.
Du liebst deinen Job/dein Studium (oder auch nicht), aber manchmal bist du müde. Du bist schließlich auch nur ein Mensch.

Sobald du bei deiner Arbeit/deiner Uni angekommen bist, holst du dir einen Kaffee/Tee/Iced Matcha Latte mit deinem typischen Montagsgesicht. Es ist lediglich dein Montagsgesicht – das bedeutet nicht, dass du alle hasst (außer die Leute aus der U-Bahn, die dich anrempeln und es nicht für nötig halten, sich zu entschuldigen, da es nun mal Montag ist). Es ist einfach eine mürrische Version von dir, die immer noch Koffein für ein bisschen mehr Energie benötigt.
Außerdem sind an müden Morgen deine Ohren sehr empfindlich. Laute Geräusche? Nope. Laute Stimmen? Bloß nicht.

Suddenly, your friend/colleague surprises you from behind with a loud “HIIII” and decides to join in on the fun, because they feel social in mornings, unfortunately, contrary to yourself.
Let’s just say it’s a ‘she’. She asks you about your weekend. You have a feeling, she’s more eager to talk about hers though. So you walk quickly through your How-To-Avoid-Smalltalk-Experiences and answer diligently: “Fine. Yours?”, so she can burst out already.
As she talks and shouts and laughs, all on her own, far too loud, you are a very nice Monday-version of yourself, you don’t walk away. You listen – or at least pretend to listen – to the story, she wants to tell, quietly sipping at your hot beverage.
Instead of being grateful of the wonderful listener you’re trying to be, she doesn’t just finish her story and lets you go, no, she tells you:
“Where’s your energy? Come on, it’s a beautiful Monday morning, we have an exciting week ahead of us, let’s do the most of it! Smiiiile – I know, you can do it, you’re so pretty, when you smile! HASHTAG POSITIVE VIBES!”
Somehow, your coffee would look exceptionally pretty on her white dress.

Plötzlich überrascht dich dein Kommilitonin/deine Kollegin von hinten mit einem schrillen “HALLOOO” und beschließt sich dir anzuschließen, denn sie fühlt sich ach-so sozial am Morgen, leider ganz im Gegensatz zu dir.
Sie fragt dich nach deinem Wochenende. Aber eigentlich hast du das Gefühl, dass sie viel lieber über ihres sprechen will. Also gehst du schnell deine So-vermeide-ich-Smalltalk-Erfahrungen durch und antwortest pflichtbewusst: “Gut. Deins?”, sodass sie endlich losplaudern kann.
Während sie spricht und ruft und lacht, ganz alleine, viel zu laut, bist du eine sehr freundliche Montagsversion deiner selbst und gehst nicht einfach weg. Du hörst zu – oder tust zumindest so als ob – und nippst ganz in Ruhe an deinem Heißgetränk.
Anstatt für diesen dankbaren Zuhörer, der du versuchst zu sein, dankbar zu sein, beendet sie nicht einfach ihre Geschichte und lässt dich gehen, nein, sie sagt zu dir:
“Wo ist deine Energie? Komm schon, es ist ein wunderschöner Montagmorgen, wir haben eine aufregende Woche vor uns, lass uns das beste daraus machen! Lächel doch maaal – ich weiß, dass du das kannst, du bist so hübsch, wenn du lächelst! HASHTAG POSITIVE VIBES!”
Dein Kaffee würde auf ihrem weißen Kleid ganz wundervoll aussehen.

I understand both positions. I was in both positions. And I also misunderstood both positions.

In my teens I’ve been the overflowing-energy-kinda-girl. I always thought, I was not allowed to show anyone my weakness. I was the queen of desperation smiles.
Since I’m not afraid to have a #mood (love this caption for Instagram photos) anymore, I feel more at peace with myself than ever before.

Fun Fact: It is scientifically proven, that people, who swear a lot, are mentally more satisfied. Swearing is a way to let off some steam. You do not swallow your emotions and don’t get suffocated by them, eventually.
I’m not a fine lady and I like swearing.
Sorry not sorry for not being a role model here.

Ich verstehe beide Positionen. Ich war in beiden Positionen. Und ich habe auch schon beide Positionen missverstanden.

In meiner Jugend war ich der überenergetische Typ Mädchen. Ich dachte, ich dürfte keine Schwächen zeigen. Ich war die Königin des Verzweiflungslächelns.
Seit ich keine Angst mehr habe eine #mood zu haben (ich liebe diese Bildbeschreibung für Instagram-Bilder), fühle ich mich mehr mit mir selbst im Reinen.

Fun Fact: Es ist wissenschaftlich belegt, dass Menschen, die viel fluchen, mental zufriedener sind. Fluchen ist ein Weg, Luft zu machen. Du schluckst deine Gefühle nicht runter und wirst nicht irgendwann von ihnen erstickt.
Ich bin keine feine Lady und mag es zu fluchen.
Sorry not sorry für die nicht erfüllte Vorbildfunktion.

What is there to misunderstand about positive vibes?

/ Was kann man bei positive vibes falsch verstehen?

The image of #positivevibes is distorted. Everybody understands them differently. We cannot change that, and that’s okay.
What’s not okay: The general opinion, a #positivevibes-Blogger would be someone with a hyper-happy attitude, never showing a “mood”.

The effect: People believe it is wrong to feel grumpy. They try to hide it. And it gets worse. It advertises, that it’s not ok to be not okay. Are we machines?

Die Vorstellung von #positivevibes ist verzerrt. Jeder versteht sie anders. Das können wir nicht ändern und das ist okay.
Was nicht okay ist: Die allgemeine Ansicht, dass #positivevibes-Blogger Menschen mit übermäßig guter Laune sind, die niemals schlecht gelaunt sind.

Der Effekt: Die Leute glauben, dass es falsch ist, mürrisch zu sein. Sie versuchen es zu verstecken. Und es wird schlimmer. Es plädiert dafür, dass es nicht okay ist, sich nicht okay zu fühlen. Sind wir denn Maschinen?

Fake vibes

In society we are taught to swallow. To smile, ignore, let it pass. Being emotional or telling someone your opinion about their behaviour is often said to be “dramatic”. I’m getting worked up just by thinking about this. It is so f*cking hard to take up the courage and tell someone what’s wrong.
To call this dramatic is so easy! Of course there are some drama queens. But this term is in most cases used by people, who are too lazy or too cowardly to solve conflicts themselves.

If you have a problem with someone for example and they are important to you or you work with them – talking about the problem will give them a CHANCE. A chance to tell you their version, to turn your opinion around or to apologise.

You might think, you will never find a solution with this person.
But to not try at all, isn’t only annoying for yourself, because those feelings eat you up. It is also unfair to them, because you push them in a position, where they cannot act upon it.
Maybe it’ll be a failure. But for the chance of success and achieve real harmony – is it not worth it?

In der Gesellschaft lernen wir zu schlucken. Zu lächeln, zu ignorieren, es an uns vorbeiziehen zu lassen. Emotional zu sein oder jemandem deine Meinung über sein Verhalten zu sagen, wird häufig als “dramatisch” eingestuft. Mich fuchst allein der Gedanke daran. Es ist so verdammt hart, genug Mut zu sammeln, jemandem zu sagen, was für dich falsch läuft.
Das “dramatisch” zu nennen ist einfach! Natürlich gibt es ein paar Drama Queens. Allerdings wird dieser Stempel meist von Leuten aufgedrückt, die selbst zu faul oder feige sind, einen Konflikt zu lösen.

Wenn du zum Beispiel mit jemandem ein Problem hast, der dir wichtig ist oder der mit dir arbeitet – über das Problem zu reden, gibt demjenigen eine CHANCE. Eine Chance, dir seine Version zu erzählen, deine Meinung zu ändern oder sogar sich zu entschuldigen.

Du denkst vielleicht, dass du mit dieser Person niemals zu einer Lösung kommen kannst.
Doch es nicht zu versuchen, nervt nicht nur dich, da diese Gefühle an dir nagen. Es ist auch unfair gegenüber dem Anderem, da du sie in eine Position beförderst, aus der sie nicht handeln können.
Vielleicht wird dein Versuch scheitern. Aber die Möglichkeit, erfolgreich zu sein und Harmonie zu erreichen – ist sie das nicht wert?

My favourite use of this Hashtag

/ Meine Lieblingsbenutzung dieses Hashtags

Between: The hashtag #positivevibesonly is a beautiful way to counter hate in 3 words.
This is important, since there is so much of it going on in the internet.
For example, I’ve seen it being used, when female body photos are posted – the caption #positivevibesonly gently reminds people not to bodyshame anyone.

Übrigens: #Positivevibesonly ist ein sehr schöner Weg Hass mit 3 Worten zu kontern.
Da es davon einiges im Internet gibt, empfinde ich das als sehr wichtig.
Ich habe den Hashtag beispielsweise in Verbindung mit Fotos des weiblichen Körpers gesehen – die Bildunterschrift #positivevibesonly erinnert die Leute freundlich daran, kein Bodyshaming zu betreiben.

I live my own definition of positive vibes. My grumpy mood is important to me. I have suppressed it most of my life. Now, I know its worth, its relief.
After talking about it, I find a way. I can go on and not look back.
I will laugh from the bottom of my heart.

Ich lebe meine eigene Definition von positive vibes. Meine schlechte Laune ist mir wichtig. Die meiste Zeit meines Lebens habe ich sie unterdrückt. Jetzt kenne ich ihren Wert, ihre Erleichterung.
Nachdem ich darüber spreche, finde ich einen Weg. So kann ich weitergehen und blicke nicht zurück.
Nur so kann ich von Herzen lachen.

What is the meaning of #positivevibes for you?

/ Was bedeuten #positivevibes für dich?

As I announced in my previous post, I would like to include opinions of other follow Instagrammers/Bloggers to get into conversation.
Lisa is my colleague and friend (and is on Instagram, too), who helped me find inspiration to start my blog again (I am grateful af!).
Tsumikko is a friend from Instagram with an own Blog, I had lots of deep talks with and am in touch with since I started Instagram.

Wie ich in meinem letzten Post angekündigt habe, würde ich gerne Meinungen anderer Instagrammer/Blogger einbeziehen, um Diskussionen anzuregen.
Lisa ist eine Kollegin und Freundin von mir (und auch auf Instagram), die mir erheblich geholfen hat, die Inspiration für meinen Blog zu finden (dankbar af!).
Tsumikko ist eine Freundin von Instagram mit ihrem eigenen Blog, mit der ich viele tiefgründige Gespräche hatte und zu der ich schon seit dem Anfang meines Instagram-Kanals Kontakt habe.

LISA FRANZISKA

“When was the last time you have been in a really bad mood, grumpy from the bottom of your heart, bitchy, cranky, short-tempered, pessimistic and furious?
To be honest, it can be a liberating process to live through your bad mood and enjoy it consciously.
However, the “positive vibes” Trend does not leave any room for this. Bad mood is unwanted and is banned to the backyard of the world of Social Media. Why though? Who decided, that we all have to be super cheerful and grin like a Cheshire cat?
Kill the pressure.
A bad mood is not something ugly, it is just a lame general term for all the feelings and thoughts, which are not Instagram-suited on the first glance. The aesthetic just doesn’t match.
Actually, grumpy, melancholic people are often more exciting than non-stop jumping happy bunnies. And easier to bear. And they’re easier to ignore, too.
No, seriously, I like my bad mood and want to enjoy every minute of it. Where there is light, there is darkness. We need both. It’s that easy.
The longest creative phases develop on darker days from a rotten mood and sad feelings. This is defined by it’s nature. If you want to turn your “bad vibes” into trendy “good vibes”, you need an extremely grumpy mood to begin with.
What else can give you an impulse? You cannot buy anything from positive vibes, only.”

“Wann warst du das letzte Mal so richtig schlecht drauf, so richtig aus vollem Herzen mürrisch, zickig, bockig, pampig, pessimistisch und wütend?

Ganz ehrlich, es kann ein sehr befreiender Prozess sein, seine schlechte Laune einfach mal auszuleben und sie bewusst zu genießen.
Doch dafür lässt der Trend der „positive vibes“ keinen Raum mehr.
Schlechte Laune ist unerwünscht und wird in die hintersten Ecken der Social-Media-Welt verbannt. Wieso eigentlich? Wer hat überhaupt beschlossen, dass wir jetzt alle immer super gut drauf sein müssen und grinsen sollen wie ein rosa Honigkuchenpferd?

Nehmt mal den Druck raus. Schlechte Laune ist nichts Schlimmes, sie ist lediglich ein öder Sammelbegriff für all die Gefühle und Gedanken, die auf den ersten Blick nicht so Instagram-tauglich sind. Sie entsprechen einfach einer anderen Ästhetik.
Dabei sind mürrische, melancholische Menschen meist viel spannender als pausenlos happy hüpfende Gutelaunebienchen. Und leichter zu ertragen. Und leichter zu ignorieren auch.
Nein ganz im Ernst, ich mag meine schlechte Laune und möchte jede Sekunde mit ihr genießen. Denn ohne Dunkelheit kein Licht. Uns macht beides aus. So einfach ist das.

Die größten kreativen Phasen entwickeln sich an dunklen Tagen aus einer miesen Laune und traurigen Gefühlen heraus. Das liegt in der Natur der Sache.
Wer seine „bad vibes“ in trendige „good vibes“ verwandeln will, braucht für den Anfang eben unbedingt so richtig miese Laune. Woher soll sonst der Antrieb kommen? Von positiven Vibes alleine kannst du dir nichts kaufen.”

TSUMIKKO

“I’ve thought about this issue a lot actually.
First of all, I think #positivevibes should always fully disclose how someone feels. It’s not censorship. It’s about fully admitting that you’re going through a rough time and that you’re trying to do something about it.
#Positivevibes is not just about yourself but about being empathetic. Give other people hope that they’re not alone in suffering.
I learned about this when I realized I was complaining too much about things in my life without doing something about it.
The bad thing about negativity is that it spread like wildfire.
Now if I’m unhappy with someone, I push myself to talk to them to reach an understanding. If I’m struggling with a problem, I ask people for advice on how to deal with it.
Positivity keeps on generating good for the world.
It’s about constantly fighting for happiness and never giving up.”

“Ich habe über dieses Thema tatsächlich viel nachgedacht.
Zuallererst sollten #positivevibes meiner Meinung enthüllen, wie sich jemand fühlt. Es ist keine Zensur. Es geht darum, zuzugeben, wenn du eine schwere Zeit durchmachst und dass du versuchst, etwas daran zu ändern.

#Positivevibes betrifft nicht nur dich selbst, sondern auch Empathie anderen gegenüber. Anderen Menschen Hoffnung zu geben, dass sie das nicht alleine durchmachen.

Ich habe das gelernt, als ich festgestellt habe, dass ich mich zu viel beschwere ohne etwas an den Dingen in meinem Leben zu ändern.
Das Schlimme an Negativität ist, dass es sich wie ein Wildfeuer verbreitet.

Wenn ich jetzt mit jemandem nicht verstehe, zwinge ich mich dazu, mit demjenigen zu reden und mich mit ihm zu verständigen. Wenn ich ein Problem habe, frage ich andere Menschen um Rat.
Positivität produziert Gutes für die Welt.
Es geht darum, stetig für sein Glück zu kämpfen und niemals aufzugeben.”

My question for you now is: What do #positivevibes mean to you? (Surprise, surprise)

Meine Frage an dich ist jetzt: Was bedeuten #positivevibes für dich?

Sayōnara,
xxx
Xeneko

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